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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Historische Anfänge

Die Roemer

Die Franken

Das Prümer Urbar

Herrschaftsstrukturen

In und um Dernau

    - Ortsanfänge

    - Gerichtsbarkeit

    - Ritter von Dernau

    - Höfe und Güter

    - Die Pest

    - Hexenwahn

    - Hochwasser

    - Kriege und Plünderungen

    - Kirchengeschichte

    - Jüdische Gemeinde

    - Wirtschaftsstrukturen

    - Infrastruktur

        -- Haus und Hof

        -- Schulen

        -- Wege und Strassen

        -- Bahn, Tunnel und Bunker

        -- Brücken

        -- Wasser, Strom und Post

    - Sitten und Gebräuche

Sprache der Region

Auswanderungen

Maler und Dichter

Vereine

Familie Bertram

Erzählungen der Alten

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    8.12.5. Brücken

    Immer wieder wird schon im Mittelalter von schweren Hochwasserschäden berichtet. Feste steinerne Brücken über die Ahr, die auch über einige Jahrhunderte hielten, hat es nicht viele gegeben. Die alten Bruchsteinbrücken in Dernau (Bröckemölle Brücke) und Rech bilden hier sicher eine Ausnahme. Immer wieder sehen wir auch auf alten Abbildungen, dass bauähnliche hölzerne Behelfsbrücken gebaut wurden, die sicher sehr starken Hochwassern nicht standhielten. (Abb.: 25)

    Abb.: 25 Holzbrücke über die Ahr an der Bunten Kuh
    Abb.: 25 Holzbrücke über die Ahr an der Bunten Kuh


    Typischerweise wurden dies Brücken nicht unbedingt in Ortsmitte oder direkt beim Ort über den Fluss gebaut, sondern lagen meist an Stellen, die den Zugang zu einer Burg ermöglichten, ein gegenüberliegendes Seitental erschlossen und damit auch häufig Teil einer alten Handels- oder Pilgerstrasse waren. Bei Dernau zum Beispiel der Weg zum Prümer Kloster in Kesseling über die Bröckemölle-Brücke oder die Brücke in Rech.

    Die Brücke in Rech soll noch von 1723 bis zum Umbau in 1759 eine hölzerne Fahrbahn auf den Bruchsteinpfeilern gehabt haben. Die Brücke wurde 1804 beschädigt, aber nicht zerstört.

    Abb.: 26 Bröckemölle Bröck
    Abb.: 26 Bröckemölle Bröck
    In Brücke eingelassener Stein 1717
    In Brücke eingelassener Stein 1717


    Die Brücke in Dernau scheint in 1804 massiver beschädigt oder zerstört worden sein, wie ein in die Brücke eingelassener Stein beurkundet. „ Vis unita fortior, caesaris gratia,, praefecti geno, nostri mercede pons. 18 x praestat x 0..” Sinngemäß: Mit Mut und vereinter Kraft, dem Wohlwollen des Kaisers, dem Willen des (franz.) Präfekten, unserem Geld (Lohn?) ist die Brücke im Jahre 180.. gebaut worden.

    Abb.: 27  Bröckemoll Aquarell 1999
    Abb.: 27 Bröckemoll Aquarell 1999


    Die alte Bruchsteinbrücke am Weinbauverein konnte dem Hochwasser 1910 nicht standhalten und stürzte während der Flut ein. Ein Bild der eingestürzten Brücke zeigt Abbildung 12b im Kapitel 7 „Hochwasser“. Untenstehende Abbildung 28 zeigt die Brücke auf einer Ansichtskarte vor 1910.

    Abb.: 28  Weinbaubrücke vor 1910
    Abb.: 28 Weinbaubrücke vor 1910

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